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Eine kleine Patienteneinführung in die Homöopathie
Homöopathie (griech. homoios = ähnliches, pathos = Leiden) geht davon aus, daß Stoffe in geringen Konzentrationen umgekehrt wirken wie in hohen.
Dies bedeutet, Stoffe, die in hohen Konzentrationen bestimmte Krankheiten hervorrufen, können in kleinsten Mengen angewandt ähnliche Krankheiten heilen.
Diese Therapieform wurde von Hahnemann (1755-1843) geschaffen. Er vertrat die Auffassung “Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden”.
Hahnemann kam auf die Idee, die Medikamente zu potenzieren. Darunter verstand er ein festgelegtes Prinzip, nach dem Grundsatz, je größer die Verdünnung des Arzneimittel um so stärker dessen Wirkung. Er führte die Centesimalpotenz ein: 1:100 = C1, 1:10000 = C2, 1:1000000 = C3 usw. Nach seinen Lebzeiten hat sich dann die heute gebräuchlichste Dezimalskala (D = Dezimalpotenz) durchgesetzt: 1:10 = D1, 1:100 = D2, 1:1000 = D3 usw.
In der Allopathie, die meist in der Schulmedizin angewandt wird, kommt im allgemeinen für ein Krankheitssymptom ein Mittel zum Einsatz, das eine der Krankheitsentwicklung entgegengesetzte Wirkung hat, und zwar in größerer Dosis als in der Homöopathie.
Es wird also in der Homöopathie mit einem Stoff therapiert, der die Krankheitssymptome, seiner pharmakologischen Eigenschaft entsprechend, eigentlich vermehren müßte, wobei allerdings in geringsten Mengen dosiert wird, so dass die entgegengesetzte, eine heilende Wirkung einsetzt, ohne Schädigungen hervorzurufen.
Die homöopathischen Arzneistoffe stammen aus der Pflanzen- und Tierwelt, aus Mineralien und aus Stoffen der chemischen Industrie. Es werden zunächst aus den verschiedenen Arzneisubstanzen Essenzen, Tinkturen, Lösungen oder Verreibungen von einem bestimmten Arzneigehalt hergestellt, die dann nach bestimmten Regeln weiter zu verdünnen sind. Maßgebend für die Herstellung ist das Homöopathische Arzneibuch (H.A.B.).
Im Gegensatz zu Hahnemann hat sich heute in stärkerem Maße die Verordnung mehrerer Mittel, die in abwechselndem Turnus zu nehmen sind, durchgesetzt. Auch Kombinationen, sogenannte Komplexmittel, sind geläufig.
Homöopathische Mittel sollten möglichst auf nüchternen Magen , am besten eine halbe Stunde vor dem Essen, eingenommen werden.
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